In der Förderung der Gartenkultur sehe ich einen wichtigen Hebel, um das im Garten gewachsene Wissen über Pflanzen stärker sichtbar und wirksam zu machen. Als Landschaftsgestalterin und Lehrbeauftragte arbeite ich an der Schnittstelle von Entwurf, Pflanzenverwendung und gärtnerischer Entwicklung. In meinem Arbeitsalltag erlebe ich immer wieder, dass Pflanzen in Gestaltungskonzepten erst am Ende des Planungsprozesses als „Material“ hinzugefügt werden – häufig ohne ausreichende Kenntnisse über ihre Lebensweisen und Bedürfnisse oder ausreichende Ressourcen für die Pflege. Nicht selten scheitern Projekte an der Verbindung zwischen Planung und langfristiger Entwicklung. Die Begeisterung für Pflanzen und die Vermittlung von Pflanzkenntnissen und Pflanzenverwendung sind für mich zentrale Anliegen und prägen mein Engagement in der Karl-Foerster-Stiftung.
Die Stiftung ist für mich eine wichtige Plattform für den Austausch über Pflanzenverwendung, für die Förderung junger Talente und für den Dialog über Experimente und innovative Projekte. Formate wie die Summer School leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Weitergabe von Pflanzwissen von Generation zu Generation.
